Bulimie und Binge Eating

Ernährung

Es gibt keine aufrichtigere Liebe als die zum Essen.

There is no love sincerer than the love of food.

George Bernard Shaw, Man and Superman (1903) act 1

 

Stellen Sie sich vor, Sie wären frei von dem, was Sie innerlich zwingt zu essen.

 

Ich sehe Überessen nicht als „krank“ an, sondern als eine – unter bestimmten Voraussetzungen – sinnvolle und nachvollziehbare Maßnahme, um das Nervensystem wieder in einen Ruhezustand zu bringen.

Wer sich „sicher“ fühlt, braucht das Überessen nicht.

 

Wir sind physiologisch auf Ruhe und Erholung angewiesen, um gesund zu bleiben. Hier sorgt unser Autonomes Nervensystem unterhalb unserer Bewusstseinsebene für unser Wohlergehen.

Ist unser Nervensystem „außer Rand und Band“, also aufgeregt und in Alarmbereitschaft, fühlen wir z.B. eine innere Unruhe. Manchmal spüren wir sie, manchmal nicht – denn wir drücken das unruhige Gefühl weg. Wir tun etwas, um die Unruhe nicht mehr zu spüren.

Im besten Fall ist das Bewegung oder Meditation. Im nicht so günstigen Fall greifen wir zum Feierabend-Bier, naschen gemütlich vorm Fernseher oder essen mehr oder anderes, als wir eigentlich vorhatten. Vor allem, wenn wir allein sind.

Wir wissen alle, WIE es geht: Einfach weniger Feierabend-Bier, weniger Chips, weniger Fernsehen, weniger Was-auch-immer – aber wir wissen auch alle, wie SCHWER das umzusetzen ist. Selbst wenn wir uns ein Weilchen gegen die „schlechte Angewohnheit“ oder die Sucht sträuben, letztlich erwischt es uns kalt. Und immer wieder.

 

Warum ist das so?

Unser Gehirn lässt uns zu bewährten Maßnahmen greifen, um uns wieder in einen – für das Nervensystem – ruhigen Zustand zu bringen. Und essen beruhigt ja tatsächlich.

Was passiert also?

Die Erklärung ist nicht so einfach in drei Sätze zu fassen – ich werde es probieren:

Unser Nervensystem funktioniert wie eine Ampel – grün ist Ruhe und Erholung, alles schick, sozusagen. Orange ist der Zustand, wenn wir uns bewegen – es kann der Kampf-oder-Flucht-Modus sein oder Sport & Spiel. Rot ist der Zustand von Gefahr (bis hin zur Lebensgefahr) aber auch – im Positiven – von großer Nähe („restraint without fear“ – Einschränkung ohne Angst – wie z.B. in einer engen Umarmung). Klingt komisch, kann nachgelesen werden (z.B. bei Inke Jochims (Link: https://polyvagaltheorie.de/polyvagaltheorie/), die die Polyvagaltheorie knapp und verständlich erklärt, oder direkt bei Stephen Porges (Link: https://stephenporges.com/index.php?option=com_content&view=article&id=19:polyvagal-theorie-die-drei-neuralen-kreislaeufe-als-regulatoren-fuer-unser-reaktives-verhalten-&catid=7:scientific-articles-german&Itemid=6), der es wissenschaftlich erklärt).

Unser Nervensystem wandert den ganzen Tag zwischen diesen „Ampel“-Zuständen hin und her. Meist passiert das unterhalb unserer Bewusstseinsschwelle. Wenn wir lernen, uns dieses Mechanismus bewusst zu werden, hilft das, uns öfter im grünen Zustand zu bewegen – also Ruhe zu spüren und ausgeglichen zu bleiben.

 

Je öfter wir uns „sicher“ fühlen, desto seltener haben wir das Bedürfnis zu essen. Sich sicher fühlen hängt meist sehr viel mehr mit inneren Zuständen zusammen als mit äußeren Umständen.

 

Ich arbeite mit Ihnen am Bewusstmachen der inneren Zustände, die dem Nervensystem unterhalb der Bewusstseinsebene Unsicherheit signalisieren. Sie arbeiten mit Ihren Gefühlen und erleben Techniken, die alte Muster verändern und sogar auflösen können.

 

Die Methoden, mit denen ich arbeite, finden Sie hier.

 

Veränderung ist möglich – oft schneller als man denkt. Sie sind bereits auf den Weg zu einem gesunden Selbst, indem Sie diese Webseite besuchen, Inhalte lesen und Links folgen. Ich zeige Ihnen den Weg und gebe Ihnen Fähigkeiten mit auf die Reise – GEHEN werden Sie den Weg selbst. Es ist Ihr ganz persönlicher und individueller Weg.

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